MATTHIAS VOGT

Selten schafft es ein Musiker, in mehr als einem musikalischen Genre Fuss zu fassen - Matthias Vogt ist in vielen musikalischen Spielarten zu Hause. Wer kann sonst schon von sich behaupten, als DJ in den angesagtesten Clubs des Globus unterwegs und zusätzlich als Jazzmusiker weltweit anerkannt zu sein...

Matthias Vogt ist Resident DJ im Cocoonclub Frankfurt. Als Teil des von ihm gegründeten DJ- und Producerduos Motorcitysoul beschallte er mit seinem Partner C-Rock Clubs wie "The End" in London, "Club 11" in Amsterdam, "Yello" in Belfast, oder den "Club Propaganda" in Moskau. Ausserdem spielte er schon in Japan, Spanien, Italien, Schweiz, Österreich, Ungarn, Litauen und in der Türkei.

Mit Motorcitysoul produzierte Matthias für die Labels Freerange, Simple, Aus, Stir 15, LoFi Stereo und Infracom. Gerade in seinen Musikproduktionen kann Vogt dabei seine musikalische Stärke voll ausspielen. Davon profitierten bereits unterschiedlichste Artists wie Blaze, Dirt Crew, Jussi Pekka, Solomun & Stimming, Phonique oder Brett Johnson - die sich von Matthias Vogt & C-Rock einen Motorcitysoul Remix schneidern liessen. Auch für Cocoon Recordings war Vogt tätig - beim Motorcitysoul Remix für "Switch The Lights" von Fuckaponydelic- der massiv in den Clubs rotierte.

In seinem "anderen Leben" ist Matthias Vogt professioneller Jazzmusiker. Er absolvierte eine Ausbildung zum Berufsmusiker und Instrumentalpädagogen für Jazz- und Popularmusik an der Frankfurter Musikwerkstatt (FMW), mit Hauptfach Piano und Nebenfach Gesang.

Das Frankfurter Label Infracom beauftragte Matthias Vogt im Jahr 2002 mit der musikalischen Umsetzung einer einzigartigen musikalischen Idee: Ein Album mit akustischen Jazzversionen elektronischer Originale. Der Name war schnell gefunden - re:jazz! Aus dem Album wurden mittlerweile insgesamt drei. Und aus dem Projekt wurde eine Band. Es entstanden Jazzversionen von Stücken wie "Keep On Movin" (Soul II Soul), "Finally" (Ce Ce Peniston), "Inner City Life" (Goldie) oder "All I Need" (Air). 2008 entsteht das neue, vierte Studioalbum. re:jazz erfrischte die deutsche Jazzszene, wurde zur Initialzündung, mit über 60.000 verkauften Alben weltweit, großen Artikeln in der Zeit oder im Focus.

Vogts zweites wichtiges Jazzprojekt neben re:jazz ist das Matthias Vogt Trio. 2006 erschien, ebenfalls auf Infracom das erste Vogt Trio Album "Changing Colours". Das neue, "Coming Up For Air" ist frisch eingespielt, und wird, mitsamt zugehöriger Live-Tour Anfang 09 das Licht der Welt erblicken.

Anfang der nuller Jahre war Vogt als Tourkeyboarder von Bands wie Creme 21 oder Chima unterwegs, spielte u.a. bei Rock am Ring, Rock im Park, im Düsseldorfer Rheinstadion, auf dem Mannheimer Maimarktgelände. Mittlerweile kann Vogt auf unzählige Auftritte mit Pop- und Jazz-Bands zurückblicken.

Parallel zum Musikerwerdegang entwickelte sich Vogts DJ Karriere: Ende der Achtziger Jahre war er gleich Resident, als "Querbeet DJ" im immerhin 2000 Leute fassenden Mainzer KUZ. Seine breitgefächerte musikalische Begeisterung und Bandbreite öffntete ihm viele Türen: Er spielte im legendären Brückenkopf in Mainz, im Cooky’s Frankfurt, im Basement in Wiesbaden. Seine langjährige Homebase wurde jedoch das Rind in Rüsselsheim, wo er gemeinsam mit Dirk Dreyer 1995 die House Reihe Loveland aus der Taufe hob, frühzeitig die Weichen in Richtung House stellte, und DJs wie Ricardo Villalobos, Karotte, Ian Pooley, Tiefschwarz, oder Hans Nieswandt in die Opelstadt holte.

Er schrieb als Musikjournalist Plattenkritiken für Newtwork Press und Groove, und begann Mitte der Neunziger selbst zu produzieren. Unter dem Alias DJ Matt veröffentlichte Vogt u.a. auf Force Inc und Infracom. 2003 kreuzten sich seine Wege mit dem Produzenten Christian "C-Rock" Rindermann, den er zur Produktion seines Motorcitysoul Albums "Did You Expect That?" ins Boot holte. Die Arbeit lief hervorragend, kurzerhand entschlossen die beiden aus Motorcitysoul ein Duo zu machen. Zusammen mit DJ Legende Chez Damier namen die beiden den Track "Keep On Turning" (Stir15) auf, ein deeper Vocaltrack und Neo-Klassiker, der auf den verschiedensten Plattentellern rotierte und für reichlich Wirbel sorgte.

Als DJ ging es für Vogt in fast alle House Clubs in Rhein Main. Nach Residencies im Monza und dem King Kamehameha Club in Frankfurt wurde Matthias Vogt 2005 Resident DJ bei "Going Deeper" im Micro/Cocoonclub, und hob 2007 die eigene Cocoon Mainfloor Reihe "Our House" aus der Taufe, wo - da schließt sich der Kreis - Live Musiker mit DJs interagieren.